Über die Jusos

Jusos MK starten ins neue Jahr


Am vergangenen Samstag fand die Unterbezirkskonferenz der Jusos Märkischer Kreis im Alten Stadtbad in Iserlohn statt. Auf der Tagesordnung standen Berichte, Vorstandswahlen und die Beratung von Anträgen. Der Vorsitzende der Jusos, Fabian Ferber, hob hervor, dass das letzte Jahr sowohl inhaltlich als auch personell gut verlaufen sei. Mit zahlreichen Beschlüssen zu den Themen ÖPNV, Arbeitsmarkt und Umwelt haben die Jusos auf dem letzten Parteitag der SPD Märkischer Kreis für Furore gesorgt. Mit der Neugründung der Jusos Plettenberg sei ein wichtiger Schritt genommen worden. Zudem konnten Aktionen wie der Band Contest der Iserlohner Jusos unterstützt werden. Beim Wochenendseminar in Oer-Erkenschwick und beim Sommergrillen in Iserlohn-Dröschede konnte man den inneren Zusammenhalt stärken.

Bei den Vorstandswahlen ging Fabian Ferber erneut als Vorsitzender hervor. Er wurde einstimmig durch die anwesenden Mitglieder des SPD-Jugendverbands gewählt. Ihm zur Seite stehen Philipp Siewert, Linda Engels und Halil Isik. Für das Amt des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden auf Kreisebene nominierten die Jusos Stefan Langenbach.

Inhaltlich bezogen die Jungsozialisten Position zu den Themen Rechtsextremismus, Lebensqualität und Einbeziehung junger Menschen in die Politik. So sollen fortan Mitglieder der SPD, die sich in der Öffentlichkeit diskriminierend zu ethnischen Minderheiten oder religiösen Glaubensrichtungen äußern, keine Ämter innerhalb der SPD wahrnehmen und auch nicht zu öffentlichen Wahlen aufgestellt werden. Gleiches gilt für SPD-Mitglieder mit Vergangenheit in rechtspopulistischen Vereinigungen. Ferner fordern die Jusos den Ausschluss des NPD-Funktionärs Stephan Haase als Fußball-Schiedsrichter im Märkischen Kreis. Haase, der nachweislich auch auf Fußballturnieren rechtsextremistischer Gruppierungen pfeift, dürfe nicht als unbefangener Schiedsrichter wahrgenommen werden. “Fußball gehört zur Mitte der Gesellschaft. Und wir dürfen es nicht zulassen, dass sich Rechtsextremisten in der Mitte der Gesellschaft aufhalten”, fordert Juso-Vorsitzender Ferber.

Um den Märkischen Kreis attraktiver für junge Leute zu machen, müssten mehrere Maßnahmen angestrebt werden. Erstens: Der Ausbau der Hochschullandschaft, damit für die heimische Wirtschaft auch ausreichend Nachwuchs ausgebildet werden kann. Zweitens: Günstiger und attraktiver Wohnraum für junge Menschen, damit sie auch in der Region leben können. Drittens: Eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs mit einer besseren Anbindung am Wochenende ins Ruhrgebiet. Auch ein dauerhafter Busnachtverkehr unter Einbeziehung lokaler Sponsoren soll auf die Beine gestellt werden. Viertens: Die Förderung alternativer Kultur durch das Land müsse auch in Südwestfalen ankommen. Fünftens: Um Menschen, die eine herkömmliche Berufsausbildung absolviert haben, den Aufstieg im Job zu ermöglichen, müssen Volkshochschulen, Tarifpartner und SIHK zusammen gebracht werden, um ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten.

Außerdem fordern die Jusos, dass sich die SPD in jedem Ort im Kreis um junge Kandidatinnen und Kandidaten für die kommunalen Parlamente kümmert. Ferber: “Das ist in den meisten Orten kein Problem. Aber es gibt immer noch die Ortsvereine, die erwarten, dass Jugendliche in die Hinterzimmer von Kneipen kommen und sich dort der Ochsentour stellen. Wer sich dann beschwert, dass der Partei junge Leute fehlen, sollte sich nicht wundern.” Es sei die Partei, die im Zweifel in die Jugendtreffs und in die zahlreichen Vereine gehen müsse, um Mitstreiter zu werben.

Mit den heimischen Landtagsabgeordneten Michael Scheffler und Gordan Dudas sowie dem Vorsitzenden der SPD Iserlohn, Dimitrios Axourgos, konnten die MK Jusos auch Prominenz aus der Partei begrüßen. Dudas schrieb den Jusos ins Stammbuch, sich verstärkt dafür einzusetzen neue Mitglieder in die SPD zu holen. Zugleich sprach er auch eine Einladung an die Jusos aus, in den Düsseldorfer Landtag zu kommen, um über mögliche Maßnahmen gegen Rechtsextremismus mit den zuständigen Vertretern aus Ministerium und Landtag zu sprechen. Scheffler hob die gute Zusammenarbeit mit den Jusos in den letzten Monaten hervor. Vieles, was die Jusos im letzten Jahr gefordert haben, fordert heute auch die heimische SPD. Dimitrios Axourgos unterstützt die Forderung der Jusos nach mehr jungen Leuten in den Kommunalparlamenten: “Eine ähnliche Initiative vor zehn Jahren sorgte mitunter dafür, dass junge Genossen wie ich 2004 in den Stadtrat einziehen konnten.”